Unterricht in Coronazeiten – Schuljahr 2020/2021

Neue Regelungen ab 02. November 2020

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Die dramatisch steigenden Fallzahlen von SARS-CoV-2 – Infektionen in Deutschland, in Rheinland-Pfalz und auch Im Landkreis Mainz-Bingen machen eine ganze Reihe von zusätzlichen Maßnahmen im Kampf gegen die unkontrollierte Ausbreitung des Virus notwendig.

Das Land Rheinland-Pfalz und unser Schulträger (der Landkreis Mainz-Bingen) haben in diesem Zusammenhang einige Verordnungen bzw. Allgemeinverfügungen erlassen. Zudem gelten ergänzende, schulinterne Vorschriften, die durch die Schulleitung festgelegt wurden.

Lesen Sie hier die wichtigsten aktuellen Regelungen. (Stand 26.10.2020)

Corona- Warn- und Aktionsplan des Landes Rheinland-Pfalz

5. Hygieneplan Corona für Schulen in Rheinland-Pfalz (überarbeitete Fassung)

Handreichung Lüften und Raumlufthygiene in Schulen in Rheinland-Pfalz des Umweltbundesamts

Merkblatt „Lüften in Schulen“ des Umweltbundesamtes

Erkrankung von Schülerinnen und Schülern

Schülerinnen und Schüler, die Symptome einer Erkältung (Halsschmerzen, Fieber, Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns etc.) haben, müssen zu Hause bleiben. Es ist derzeit sicher nicht zu verantworten, erkrankte Kinder in den Unterricht zu schicken. Hier kommt den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten eine besondere Verantwortung für die gesamte Schulgemeinschaft zu. Fällt eine Schülerin oder ein Schüler mit Erkältungssymptomen auf, darf die aufsichtführende Lehrkraft diese Schülerin oder diesen Schüler vom weiteren Unterricht des Tages ausschließen und durch die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten in der Bibliothek abholen lassen.

Meldung positiv getesteter Schülerinnen und Schüler bzw. von Verdachtsfällen

Eltern bzw. Erziehungsberechtigte sind verpflichtet, coronapositive Tests umgehend dem Sekretariat der Schule zu melden. Auch Verdachtsfälle sind anzeige- bzw. meldepflichtig. Als Verdachtsfälle gelten diejenigen Personen, für die von einem niedergelassenen Arzt oder vom Gesundheitsamt ein Coronatest anlassbezogen angeordnet wurde. Es wäre hilfreich, wenn dem Sekretariat auch negative Testergebnisse mitgeteilt würden. Die Schulleitung ist derzeit verpflichtet, tagesaktuell Zahlen der Schulaufsicht zu melden.   

Regelungen für angeordnete Quarantäne

Das Gesundheitsamt ordnet unter Umständen Quarantäne für Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrkräfte an, wenn durch einen Kontakt ein erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 besteht. Diese Risikobewertung kann nur durch das Gesundheitsamt vorgenommen werden und erfolgt anhand verschiedener Parameter (Dauer des Kontakts mit einer positiv getesteten Person, Virenlast im Abstrich der positiv getesteten Person, Abstand zur positiv getesteten Person etc.). Die Quarantäne ist eine Vorsichtsmaßnahme. Für Geschwisterkinder oder Eltern besteht kein erhöhtes Risiko, sie können normal in den Kindergarten oder die Schule bzw. zur Arbeit gehen.

Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung

Seit 02.11.2020 besteht nun auch im Unterricht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Damit gilt diese Pflicht auf dem gesamten Schulgelände und für alle Personen.

Sie kann temporär nur zum Essen und Trinken abgesetzt werden. Personen ohne Mund-Nasen-Bedeckung muss der Zutritt auf das Schulgebäude verweigert werden. Sogenannte FaceShields dürfen nicht anstelle einer Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, da sie nachweislich nicht die gleiche reduzierende Wirkung des eigenen Aerosolausstoßes bzw. nicht die gleiche Schutzwirkung vor Aerosolen in der Luft haben. Ärztliche Atteste, die von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreien, müssen besonderen Anforderungen genügen, damit sie von der Schulleitung anerkannt werden können. Im Übrigen verweisen wir dazu auf ein entsprechendes Dokument des Bildungsministeriums.

Tragen alle Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkraft eine Maske im Unterricht, werden u.U. nur noch unmittelbare Sitznachbarn durch das Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt, falls eine Schülerin oder ein Schüler (später) positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet wird.   

Lüften

Die Türen sollen weiterhin vor Unterrichtsbeginn bzw. in den Pausen geöffnet bleiben, damit Schülerinnen und Schüler ohne Stau auf Fluren zum Sitzplatz gelangen können. Im Unterricht selbst sollten Türen geschlossen werden oder angelehnt bleiben. Nach der ersten Hälfte der Unterrichtsstunde (nach 20 Minuten) muss für 3 – 5 Minuten über die Fenster gelüftet werden. Je größer die Temperaturdifferenz zwischen Raum- und Außenluft ist, umso kürzer kann die Zeit des Lüftens gewählt werden. Die Raumtemperatur wird um maximal 3 Grad abfallen, Schülerinnen und Schüler dürfen ihre Jacken o.ä. anziehen. Die Tür zum Flur bleibt während des Stoßlüftens geschlossen. Eine Dauerlüftung (mit permanent geöffneten Fenstern) ist nicht mehr angezeigt.

Pausenregelungen

Ab 02.11.2020 müssen alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 – 10 in beiden großen Pausen das Schulgebäude verlassen. Ausnahmen gelten für die Ranzenwache bzw. den Lüftungsdienst oder für Schülerinnen und Schüler, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Ein Aufenthalt in den Fluren im Erdgeschoss und im Foyer ist nicht mehr statthaft. Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II (MSS11 – 13) dürfen ihre Pausen im Innenhof  oder im Klassensaal verbringen. Bei widrigen Witterungsverhältnissen ertönt unmittelbar nach dem Klingelzeichen zum Pausenbeginn ein weiteres Klingelsignal. In diesen Fällen dürfen die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5-10 ebenso in Ihren Klassenräumen bleiben. Wurden Klassen zuvor in Fachräumen unterrichtet, begeben sich die Schülerinnen und Schüler dieser Klassen zu den überdachten Hofbereichen.

Trennung von Jahrgängen und Sitzordnungen

Die strikte Trennung der Klassen innerhalb eines Jahrgangs ist im Regelbetrieb nicht möglich. Daher sind klassenübergreifende Lerngruppen (z.B. bei der zweiten Fremdsprache oder in Ethik, evangelische und katholische Religion oder auch im koedukativen Sportunterricht) derzeit noch erlaubt. Allerdings müssen einzelne Jahrgänge voneinander getrennt werden. Daher sind gemeinsame Arbeitsgemeinschaften z.B. im Ganztag für Klassen 5 und 6 nicht möglich. Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Jahrgänge müssen auf dem Pausenhof  – trotz Maske – einen Mindestabstand von 1,50 m einhalten. Es muss in allen Unterrichtsstunden eine feste frontale Sitzordnung eingehalten werden, die entsprechend zu dokumentieren ist. Gruppenarbeiten, Gruppenpuzzle oder andere Sozialformen sollen vorerst nicht (mehr) durchgeführt werden. Es ist allenfalls wochenweise möglich, die Sitzordnung im Rahmen eines rollierenden Plans zu wechseln. Dabei sollen die Sitznachbarn jedoch möglichst nicht wechseln. In gekoppelten Lerngruppen muss eine klassenweise Sitzordnung gewählt werden. Zwischen beiden (bzw. den drei oder vier) Klassenteilgruppen muss ein Mindestabstand von 1,50 m eingehalten werden. Auch die Sitzordnungen in gekoppelten Lerngruppen müssen (wie bisher auch) dokumentiert werden.

Sportunterricht

Auch für den Sportunterricht gelten ab 02.11.2020 Sonderregelungen: Grundsatz ist, dass Sportunterricht im Freien weiterhin regulär ohne Maske, aber mit Abstand stattfinden kann. Sporttheoretischer Unterricht in Innenräumen kann ebenfalls regulär (mit Maske) abgehalten werden. Regulärer sportpraktischer Unterricht in Innenräumen darf nicht mehr stattfinden. Inwieweit der Sportunterricht in den nächsten Wochen gekürzt wird oder ganz entfallen muss, entscheidet die Schulleitung im Laufe der nächsten Tage.

Besuche von Eltern / von Schulfremden in der Schule bzw. auf dem Schulgelände

Besuche von Schulfremden müssen im Unterrichtszeitraum (Mo – Fr: 07.55 – 16.45 Uhr) auf ein absolut notwendiges Minimum reduziert werden. Daher sind in vorgenannten Zeiträumen nur noch Besuche von Paketdienstleistern, Handwerkern und Gäste-Referendarinnen und -Referendaren sowie Ausbildungsleiterinnen und -leitern des StS Mainz und des Bischöflichen Ordinariats Mainz zugelassen. Ferner dürfen Mitarbeiter des Schulträgers (KV Mainz-Bingen), Mitarbeiter der Fa. EDV-Kafitz, der Fa. Sander – Catering, Polizei- und Ordnungsbehörden sowie die zuständige Schulaufsicht und Beamte des Bildungsministeriums das Schulgelände und die Schulgebäude betreten. Alle Vorgenannten müssen zur Erfassung der Kontaktdaten zunächst Hausmeister oder Sekretariat aufsuchen, sofern nichts anderes geregelt ist. Elternbesuche in der Schule sind nur noch zum Abholen von erkrankten Schülerinnen und Schülern gestattet. Es dürfen bspw. keine Elternabende, keine Sitzungen des Schulelternbeirats oder des Förderkreises auf dem Schulgelände (als  Präsenzveranstaltung) stattfinden. Lehrer – Elterngespräche dürfen nur noch fernmündlich oder via Videochat (bzw. -konferenz) durchgeführt werden.

Die Turnhallen sind ab 02.11.2020 für Turn- und Sportvereine grundsätzlich gesperrt. Die Stadtbibliothek ist weiterhin geöffnet (Dienstag, Donnerstag und Freitag  jeweils 17:00 – 18:30 Uhr). Besucher müssen auf direktem Weg in die Bibliothek gehen. Ein Aufenthalt auf dem Schulgelände ist verboten.

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