Wahl der Fremdsprachen

Begrüßung in verschiedenen Sprachen

Wahl der 2. Fremdsprache

Französisch oder Latein – was ist denn leichter?

Die Antwort ist ganz einfach: Beide Sprachen sind gleich leicht bzw. gleich schwer. In beiden Fächern muss man kontinuierlich am Ball bleiben, diszipliniert lernen und regelmäßig Vokabeln und Formen wiederholen. Beides kann großen Spaß machen.

Einige nützliche Informationen zu Latein und Französisch können Sie den beiden Präsentationen unten entnehmen.

Wer einen kleinen Eindruck vom Schulalltag in diesen Fächern gewinnen will, bekommt diesen in den beiden kurzen Clips unten. Die Lateinstunde fand im Schuljahr 2019/20 statt, die Eindrücke aus dem Französischunterricht stammen aus Vor-Corona-Zeiten.

Präsentation Französisch (PDF)

Unterricht Französisch (mp4)

Präsentation Latein (mp4)

Unterricht Latein (mp4)

Gibt es den typischen Lateiner und die typische Lateinerin? Und wer sollte auf jeden Fall Französisch wählen?

In vielen Fällen ist das gar nicht so einfach zu entscheiden. Dennoch haben wir hier für Sie ein paar Hinweise zusammengestellt.

Der klassische Latein-Typ
  • arbeitet sehr sorgfältig und hat einen guten Blick für Details
  • denkt analytisch und geht gern systematisch an die Dinge heran, ist oft auch in Mathematik begabt
  • überlegt lieber gründlich, als gleich mit der Antwort herauszusprudeln
  • mag in Deutsch und Englisch alles, was mit Grammatik zusammenhängt, ist aber vielleicht nicht so gut in der Rechtschreibung
  • hat ein sehr gutes Gedächtnis
  • hat ein Faible für Geschichte und Mythologie, interessiert sich für die griechisch-römische Antike: für Götter und Gladiatoren, für Caesar und Kleopatra, für Amphitheater, Aquaedukte und Fußbodenheizungen
Der ideale Französisch-Typ
  • ist spontan und kommunikativ
  • ist eher intuitiv als analytisch
  • ist sprachlich begabt, liest sehr schön vor, hat ein gutes Ohr und ist in der Lage, Wörter einer fremden Sprache ohne Schwierigkeiten sofort nachzusprechen und leicht zu behalten (wie z.B. im Englischen)
  • ist sicher in der Rechtschreibung
  • schreibt und erzählt gern Geschichten
  • hat schauspielerisches Talent
  • ist an persönlichen Kontakten nach Frankreich interessiert (Austausche/Städtepartnerschaften/Freunde/Urlaub)

Weitere Informationen

Informationen zur Sprachenfolge

Um die Allgemeine Hochschulreife zu erreichen, muss man zwei Fremdsprachen gelernt haben. Die 1. Fremdsprache an unserem Gymnasium ist wie an den meisten anderen Schulen Englisch. Im Laufe der Jahrgangsstufe 5 entscheiden sich alle Jungen und Mädchen für eine 2. Fremdsprache, die mit Klasse 6 beginnt: entweder Latein oder Französisch. Die 1. und die 2. Fremdsprache müssen bis zur 10. Klasse durchgängig als Fach belegt werden. In der Oberstufe muss man mindestens eine Fremdsprache aus der Sekundarstufe I fortführen.  Das ist meistens Englisch, kann aber auch Französisch bzw. Latein sein und ggf. sogar die 3. Fremdsprache (s.u.).

Von den Französischlernenden behalten viele die 1. und die 2. Fremdsprache bei. Wir können im Fach Französisch in der Regel neben mindestens einem Grundkurs auch mindestens einen Leistungskurs anbieten.

Ab der Jahrgangsstufe 9 kann man noch eine dritte Fremdsprache erlernen. Die Teilnahme am Unterricht in Latein oder Französisch als 3. Fremdsprache ist freiwillig, d.h. nicht für alle verpflichtend.

Wer sich für „Latein frw.“ oder „Französisch frw.“ entschieden hat, kann das Fach zu jedem Halbjahr auch wieder abwählen. Die Note ist nicht versetzungsrelevant. Hat jemand in der 9. und 10. Klasse den Unterricht in der 3. Fremdsprache durchgängig besucht, erhält er am Ende der 10. Klasse eine entsprechende Bescheinigung in Form einer Urkunde, sofern die Zeugnisnote nicht unter „ausreichend“ liegt.

Manche Schülerinnen und Schüler belegen die 3. Fremdsprache in der Oberstufe weiter. Im Fach Latein ist das häufiger der Fall, im Fach Französisch dagegen äußerst selten. Die Latein-III-Schüler gehen dann in denselben Grundkurs wie die Latein-II-Schüler, bekommen aber zu Anfang deutlich mehr Hilfen, auch bei den Kursarbeiten. Die fortgeführte 3. Fremdsprache kann die 1. oder 2. Fremdsprache ersetzen.

Unabhängig davon, ob man in der 9. Klasse bereits eine 3. Fremdsprache erlernt hat oder nicht, kann man zu Beginn der Oberstufe (MSS) mit Spanisch noch eine weitere Fremdsprache erlernen. Spanisch ist ein zusätzliches, meist freiwilliges Fach, das die 1. oder 2. Fremdsprache nicht ersetzen kann.

Grundsätzlich ist es möglich, dass man Unterricht in vier Fremdsprachen hat. Dass alle vier Fächer bis zum Abitur beibehalten werden, kommt allerdings nur sehr selten vor.

Wahl der 3. Fremdsprache

In der 9. Klasse kann man auf freiwilliger Basis Französisch oder Latein als dritte Fremdsprache erlernen. Der Unterricht findet an zwei Nachmittagen statt und umfasst eine Doppel- und eine Einzelstunde. Die freiwillige dritte Fremdsprache kann in der Oberstufe weitergeführt werden, was v.a. für Latein-III-Schüler interessant ist, da sie auf diese Weise sogar noch das Latinum erreichen können.

Latein als 3. Fremdsprache zu wählen, bietet sich für Schülerinnen und Schüler an, die später z.B. Englisch, Französisch, Deutsch, Geschichte oder Archäologie studieren wollen. Hier verlangen viele Hochschulen als Voraussetzung für den Master-Studiengang Lateinkenntnisse (zwei Jahre Latein) oder das „Latinum“ (fünf Jahre Latein). Lateinkenntnisse an der Universität zu erwerben ist sehr viel mühsamer als an der Schule Latein als dritte Fremdsprache zu lernen. Für ein Medizin- oder Jura-Studium braucht man kein Latinum mehr, aber Lateinkenntnisse sind auf jeden Fall von großem Vorteil. Unabhängig von den späteren Berufswünschen beschäftigt man sich im Lateinunterricht so intensiv und systematisch mit Sprache, – auch mit der eigenen – dass man davon im Deutsch- und Französischunterricht profitiert.

Für Französisch als 3. Fremdsprache spricht, dass Kenntnisse in einer zweiten lebenden Fremdsprache eine wichtige Zusatzqualifikation für den Lebenslauf darstellen. Denn das Beherrschen der englischen Sprache wird inzwischen als selbstverständlich vorausgesetzt. Angesichts der vielfältigen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland und vor dem Hintergrund, dass bundesweit immer weniger Jungen und Mädchen Französisch lernen, vergrößern Französischkenntnisse die Einstellungschancen. Und es macht einfach Spaß, im nächsten Frankreich-Urlaub oder beim nächsten Austausch mit der französischen Partnergemeinde in der Landessprache kommunizieren zu können und nicht immer den Umweg über das Englische gehen zu müssen.

Es gibt also viele gute Gründe, noch eine dritte Fremdsprache zu erlernen. Man darf aber nicht vergessen, dass dieses zusätzliche Hauptfach natürlich eine Mehrbelastung darstellt und deshalb nur leistungsstärkeren Schülerinnen und Schülern empfohlen werden kann.

Einen Überblick über unseren sprachlichen Schwerpunkt finden Sie hier.

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